Kraft tanken am Wasser: Unterwegs an der Drau

Der Drauradweg entlang der Südseite der Alpen führt auf seiner 510 Kilometer langen Wegstrecke zum großen Teil durch Kärnten. Es ist eine der schönsten Routen und ein Muss für alle Pedalritter. Immer wieder laden Ortschaften unterwegs ein, die eigenen Batterien bei schönen Ausblicken wieder aufzuladen. 

Alltag entschleunigen entlang der Drau

Sanft schlängelt sie sich durch die Täler, vorbei an schmale Auen, Weiden und langen Baumreihen. Saftig grüne Wiesen wechseln dabei mit schroffem Gestein der Bergausläufer. Die Einheimischen sind schon seit jeher überzeugt, die Drau fließt manchmal ruhig, dann wieder ungestüm, jedoch immer mit einer Bestimmtheit, die makellos erscheint. Es sind Momente wie diese, die das Wesen der Bewegung mit Ruhe verbinden. Momente, die vor allem Radfahrer und Spaziergänger entlang des Drauradweges vollends genießen können.

„Tempo raus aus dem Alltag“, lautet das Credo, wenn alleine oder mit der ganzen Familie die Reize der Wegstrecke ausgelotet werden. Immer wieder laden Zugänge zum Gewässer zu einer ausgedehnten Pause. Bis in den Herbst hinein sind diese Stellen eine willkommene Abkühlung von den Pedalen und Wanderstöcken. Schuhe aus und bis zu den Knien in das kühle Nass. Himmlisch!

Im gleichen Atemzug wandern die Blicke entlang von Wipfeln bis hinauf zu den Wolken. Wer sich weiteren Balsam für die Seele holen möchte, begibt sich auf eine der attraktiven Aussichtsbänke, die eine unverbaute Sicht landeinwärts direkt in das Gedächtnis transportieren. Eindrücke, die bleiben. Jetzt heißt es aber wieder rauf auf den Drahtesel, denn der Weg hält noch einige kulinarische Feinheiten bereit.

Wo Herzlichkeit einen Namen hat

Es lässt sich wohl nirgends schöner Kraft tanken, als in den Ortschaften nahe und entlang der Drau. So kommen die Radler etwa in Fresach vorbei, wo der erste Hunger im Gasthof „Zum Wirth“ gestillt werden kann. Auf der Sonnenterrasse heißt es zurücklehnen und die Regionalität auf dem Teller genießen. Flankiert vom Weltenberg Mirnock, der gut zu sehen ist. Der familiär geführte Betrieb punktet mit einer herzlichen Atmosphäre in traumhafter Naturlage. Schließlich ist Fresach selbst auch ein Luftkurort. Nach Übernachtungsmöglichkeiten fragen!

Gut beschildert finden Freiluftliebhaber in die Gemeinde Ferndorf, die nicht nur einen Ausblick auf den Millstätter See ihr Eigen nennt, sondern auch den Kneipp-Panorama-Rundweg in Szene setzt. Überhaupt sind in der Gegend die Mirnockbauern sehr präsent und den müden Beinen beim Kneippen auf die Sprünge helfen. Die Kraft des Wassers spüren ruhebedürftige Geister auch am Wanderweg „Rubland“, der die eigenen Batterien mit „Bioenergie“ wieder auflädt.

Intakt ist das Erholungsgebiet auch in Paternion, wo man direkt vom Radweg R1 zum solarbetriebenen Schwimmbad abbiegen kann. Eine Wohltat, sollte die Sonne doch einmal hinter den Wolken verschwinden.

Für alle, die noch nicht genug haben, ist die Marktgemeinde Weißenstein mit ihren Einkehrmöglichkeiten ein perfekter Anknüpfungspunkt. Im „Staberhof“ an der Oberdorfstraße sind alle gut aufgehoben, die auf den vollen 510 Kilometern des Drauradweges unterwegs sind. Nahe am Schloss Kellerberg gelegen, verfügt der charmante Dorfgasthof über 31 Zimmer und saisonale Schmankerln aus der Kärntner Küche. Auch größere Gruppen sind jederzeit willkommen.

Auf den Wellen der Drau

Bevor ein weiteres großes Abenteuer ruft, kann in der Freizeitanlage Kellerberg im Café „Mosaik“ bei einem hausgemachten Kuchen Land und Leute kennengelernt werden. Direkt am Radweg können Pedalritter und Marschierer dort halt machen und auch die berühmten Käsnudel verkosten. In diesem Bereich sind auch viele Läufer, Skater und Nordic Walker auf der Piste.

Das Highlight schlechthin ist das Übersetzen mit der Draufähre bei Lansach-Feffernitz. Die Wellen schlagen unterhalb auf das Boot und der Wind trägt die Spritzer behutsam an die eigene Nasenspitze. Für viele ein völlig neues Erlebnis zwischen Mensch und dem Gewässer. Das kommt nicht von ungefähr. Schon im 17. Jahrhundert stand die Drau als „Kärntner Holzstraße“ mitten im Leben der Menschen. Floß- und Fährfahrten erinnern heute an diese lieb gewonnene Tradition.

Fotos: © Kärnten Werbung, Fotograf: Gert Steinthaler, Franz Gerdl; Gemeinde Ferndorf; Marktgemeinde Paternion; Marktgemeinde Weißenstein

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