Die Kulturhauptstadt Ljubljana neu entdecken

In Ljubljana führen viele Wege zu Kultur und Geschichte. Deshalb wird es selbst den Stadtkennern niemals langweilig. Immer wieder überrascht die Hauptstadt Sloweniens mit spannenden Fakten und einzigartigen Funden. Ein Streifzug durch die interessantesten Museen.

Perspektivenwechsel beim Stadtbummel

Das Alltägliche ist oft so Selbstverständlichkeit, dass es gar nicht mehr so richtig wahrgenommen wird. Bestes Beispiel ist die Architektur, die uns umgibt. Gedankenverloren wird an prächtigen Fassaden vorbei spaziert und über Brücken flaniert ohne ihre Details wahrzunehmen. Wer zwischendurch ausbrechen möchte aus dem gewohnten Blick, der sollte sich einmal in Ljubljana ein wenig Zeit für einen Museumsbesuch nehmen. Denn danach lässt sich die Stadt beim Bummeln ganz anders erleben.

Der erste Weg führt direkt in das Plečnik-Haus. Der slowenische Architekt Jože Plečnik verpasste der Stadt seinen einzigartigen Charakter und war ein Pionier moderner Konstruktionen. Seinen Meisterwerken begegnen einem überall: Seine Brücken im Zentrum stellen täglich einen beliebten Treffpunkt dar. Oder die trendigen Markthallen, die die unterschiedlichen Nationalitäten auf den Teller holen. Liebhaber der Klassik verbinden seinen Namen mit dem ehemaligen Kloster des Deutschritterordens, wo zeitgenössische Aufführungen mit Konzerten wechseln. In seinem Haus, wo er fast 40 Jahre lang lebte und arbeitete, gibt eine Ausstellung Einblick in sein Schaffen – wissenschaftlich und doch kurzweilig aufbereitet.

Ein Land und Leute besser verstehen lernen

Während sich im Plečnik-Haus alles rund um Architektur und Stadtgestaltung dreht, steht im Stadtmuseum von Ljubljana im modern renovierten Auersperg City Palace die Geschichte im Mittelpunkt. Aber auch hier ist von verstaubt und langweilig nichts zu merken. Die Zeitreise durch die Jahrhunderte ist farbenfroh und multimedial inszeniert. Das älteste prähistorische Holzrad mit einer Achse der Welt ist nur einer von vielen Hinweisen, wie vielfältig sich die Stadt im Laufe der Zeit entwickelte. Kulturelle Unterschiede werden beim Besuch genauso deutlich, wie die Gemeinsamkeiten mit den Nachbarländern.

Die Dauerausstellung der Stadthistorie übt nach wie vor eine große Anziehungskraft aus. Das älteste mit einer Holzachse ausgestattete Rad der Welt ist hier zu bestaunen. Fans von Zahlen und Fakten lieben die akribische Chronologie, mit der die Zeitspanne bis zur heutigen kulturellen und urbanen Entwicklung dargestellt wird. Nach dem Durchstöbern der Etagen hält das Museumscafé eine Stärkung bereit. Bei einem Getränk heißt nun Zurücklehnen, aus einem der großen Fenster in die Ferne zu blicken und das Gesehene im Gedankenspiel noch einmal zu durchleben. So abwechslungsreich und entspannt kann Kulturgeschichte in Ljubljana sein!

Kulturschätze einer ganzen Nation

Groß, größer, am größten – das ist das Slowenische Nationalmuseum in Ljubljana. Als das älteste Museum des Landes verfügt es über eine umfassende Sammlung – beginnend mit der Steinzeit. Ein absolutes Highlight ist das älteste Musikinstrument der Welt, eine 60.000 Jahre alte Neandertaler Flöte aus der Höhle „Divje babe“. Aber nicht nur im Stammhaus gibt es viel zu entdecken.

Ein weiterer Teil des Museum ist im hippen Viertel Metelkova zu finden und gibt Einblick über die kreativen Arbeitsweisen Sloweniens in den vergangenen fünf Jahrhunderten. Authentische Gegenstände inklusive. Beides lässt sich wunderbar mit einem kulturellen Streifzug durch die Stadt verbinden und lässt einem in andere Welten eintauchen. Gerade jetzt tut das so richtig gut.

Fotos: © MGML (Muzej in galerije mesta Ljubljane); © Narodni muzej Slovenije; © www.slovenia.info, Nikola Jurišič, Andrej Tarfila

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